Rothaus e.V.

Verein zur Förderung der politischen Kultur

Strafvollzug und Resozialisation

27.04. Donnerstag 18:30 Uhr

Lesung und Podium mit Thomas Galli, Autor und ehemaliger Direktor der JVA Zeithain und MdL Klaus Bartl

Strafvollzug und Resozialisation - Warum Gefängnis nicht funktioniert

Lesung und Podium mit

Dr. Thomas Galli, Autor und ehemaliger Direktor der JVA Zeithain

und MdL Klaus Bartl, verfassungs- und rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag
und vorsitzender des Verfassungs- und Rechtsausschusses

 

Ein Mann verbüßt für seine brutalen Verbrechen eine lebenslange Haftstrafe. Im Gefängnis lässt er sich nichts zuschulden kommen, ist absolut unauffällig, bis er eine Therapie verweigert. Ein junger Russlanddeutscher gerät im Gefängnis in die Fänge der russischen Mafia. Ein anderer verweigert die vorzeitige Entlassung, weil er sich einem Leben außerhalb der Gefängnismauern nicht gewachsen fühlt. Der Autor und ehemalige Gefängnisdirektor Thomas Galli hat das Buch „Die Schwere der Schuld“ geschrieben. Darin schildert er anhand von Beispielen, wie das Gefängnis an der Resozialisierung scheitert. Er erhebt radikale Forderungen nach der Abschaffung der Freiheitsstrafe, wie wir sie kennen.

Thomas Galli wird aus seinem Buch lesen und seine Thesen gemeinsam mit Klaus Bartl sowie dem Publikum debattieren:

Ist eine Gesellschaft ohne Gefängnis und ohne die entsprechenden Strafandrohungen denkbar?

Was spricht für Strafe?

Wie sieht die Verdichtung der sozialen Frage im Mikrokosmos Knast aus und welche Auswirkungen auf die Gesellschaft hat das?

 

Veranstalter: Rothaus e.V.

 

Abend zu Ehren des Auschwitz-Überlebenden Justin Sonder

11.05. Donnerstag 18:00 Uhr

ROTHAUS e.V., LINKE CHEMNITZ u. VVN-BdA Chemnitz gratulieren Justin Sonder zur Ehrenbürgerschaft der Stadt Chemnitz

11. Mai 2017, 18 Uhr
Kraftwerk, Kaßbergstraße 36, 09112 Chemnitz

 

Der ROTHAUS e.V., die LINKE CHEMNITZ und die VVN-BdA Chemnitz
wollen Justin Sonder zur Ehrenbürgerschaft der Stadt Chemnitz gratulieren
und Danke sagen für seinen jahrzehntelangen Einsatz gegen Faschismus und für Frieden.

 

 Im Gespräch mit dem Vorsitzenden von VVN-BdA Chemnitz Enrico Hilbert wird Justin Sonder über seinen Tag der Befreiung berichten, der für ihn Ausgangspunkt für ein neues Leben war.

 

Dazu möchte die Gruppe QUIJOTE aus Chemnitz ein musikalisches Dankeschön an Justin Sonder überbringen.

 

 Es wird Grußworte von Wegbegleitern von Justin Sonder geben, so wie von Chemnitzern, die er mit seinen Zeitzeugenberichten besonders beeindruckt hat.

 

 Im Anschluss an das Programm gibt es einen Empfang mit einem kleinen Imbiss.

 

 

 

Justin Sondern ist einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen, die das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau als Häftlinge er- und überlebt haben.

 

Er wurde am 18. Oktober 1925 in Chemnitz als Sohn einer Familie jüdischen Glaubens geboren, ging hier zur Schule und erlernte anschließend den Beruf des Kochs. Justin Sonder erlebte die zunehmende Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung im nationalsozialistischen Deutschland, die für ihn persönlich in seiner Verhaftung und Verschleppung in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zu Beginn des Jahres 1943 mündete. Kurz vor der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 schickte die SS ihn, wie Tausende andere Häftlinge, auf Todesmärschen in verschiedene KZs in noch nicht befreite Teile des Nazi-Reichs. Am 23. April 1945 endete schließlich diese unmenschliche Odyssee mit der Befreiung durch die US-Army in Franken. Nach dem Krieg arbeitet Justin Sonder als Polizist bzw. Beamter der Kriminalpolizei in Chemnitz bzw. Karl-Marx-Stadt. Nach Ende seines Berufslebens bis heute besuchte er als Zeitzeuge u.a. Schulen, um Jugendlichen von seinen Erlebnissen zu berichten und den Anfängen neuen Antisemitismus und Rassismus zu erwehren. Seit den 21. April 2017 ist Justin Sonder Ehrenbürger seiner Heimatstadt.

 

 

 

 

 

Eintritt frei.

 

Die Identitären - Klassiker und Kernthemen

16.05. Dienstag 19:00 Uhr

mit Prof. Dr. Peter Porsch (Germanist)

 

„Mit ihrer Kampagne ‘Der große Austausch’ versuchten die Identitären ab Herbst 2014 die autochtone europäische Bevölkerung zu mobilisieren, indem sie eine Verschwörungstheorie des rechtsextremen französischen Schriftstellers Reanaud Camus aufnahmen. Camus behauptet, die französische Regierung tausche die autochtone Bevölkerung bewusst durch Immigrant_innen aus und lösche damit die französische Kultur aus. Die Identitären übertragen Camus Thesen von Frankreich auf ganz Europa, sehen darin einen langwierigen Kulturkampf gegen die vermeintliche ‘Multikulti’-Hegemonie in Europa.“ (Bruns/Glösel/Strobl: Die Identitären, 2. Aufl., Münster 2016, S. 248)

 

Veranstalter: RLS Sachsen

 

Die Rente geht uns alle an

30.05. Dienstag 18:00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Dr. Dietmar Pellmann, Sozialpolitiker, Stadtverband DIE LINKE Leipzig und MdL Susanne Schaper

Vortrag und Diskussion
mit Dr. Dietmar Pellmann, Sozialpolitiker, Stadtverband DIE LINKE. Leipzig

und
Susanne Schaper, MdL, sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin sowie Sprecherin für Tierschutzpolitik der

Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag

 

Wie sicher ist die Rente? Wie viele Generationen werden Sie noch erleben und genießen können?  Wie steht es um eine Mindestrente? Was bringt uns eine Bürgerversicherung? Das Thema Rente birgt immer mehr Fragen. Wir wollen Antworten und Lösungsvorschläge liefern.

 Diskutieren Sie mit Dr. Dietmar Pellmann und MdL Susanne Schaper zum rentenpolitischen Konzept der LINKEN Sachsen. 

 

 

Veranstalter: Abgeordnetenbüro Susanne Schaper, MdL

 

 

 

Ist die Pflege zum Pflegefall geworden?

01.06. Donnerstag 17:00 Uhr

Veranstaltungort: QuerBeet, Rosenplatz 4

Podium mit MdL Susanne Schaper, Jürgen Tautz (Geschäftsführer AWO Chemnitz) und André Urmann (Gewerkschaftssekretär Ver.di)

 

 

 

Veranstalter:
Abgeordnetenbüro MdL Susanne Schaper